Jugendworkshop (2014)

Überblick

Seit knapp einem Jahr gibt es in Bergedorf eine Arbeitsgruppe mit Politikern, Mitarbeiter/-innen der Jugendhilfe, der Verwaltung und den Schulen dieses Bezirks. Diese Arbeitsgruppe hat in dieser Zeit viel vorbereitet und organisiert, damit die Beteiligung von jungen Menschen in Bergedorf an allen Planungen und Vorhaben, die sie betreffen, regelmäßig und selbstverständlich wird.

Dazu gehört beispielsweise eine Verpflichtung aller Verantwortlichen in Verwaltung und Politik des Bezirks Bergedorf, immer auch an die Belange der hier lebenden jungen Menschen zu denken. Die dafür verbindliche  Vereinbarung wurde vom Bezirksamtsleiter und dem Vorsitzenden der Bezirksversammlung unterschrieben.

So konnte in diesem Jahr erstmalig eine bezirkliche Dreifeldhalle durch Jugendliche für ein eigenes, nicht durch einen Sportverein veranstaltetes Turnier genutzt werden. Dieses fand mit 7 Mannschaften statt und der gewonnene Pokal heißt schon jetzt Partizipationspokal – nächstes Jahr geht es mit hoffentlich noch größerer Beteiligung weiter!

Außerdem fand zum ersten Mal „Jugend im Parlament“ und die erste gezielte Jugendbeteiligung an einem Stadtplanungsprozess für den Bergedorfer Hafen (Bergedorf macht Blau) - gleichberechtigt  mit der normalen Bürgerbeteiligung - statt.

Und der Jugendworkshop widmete sich folgenden Fragen:

  • Wie entsteht hier in Bergedorf eine Beteiligungskultur – was brauchen junge Menschen, um Lust und Zeit zu haben, sich mit den vielen Themen zu befassen, die ihren Alltag ausmachen?

  • Wie möchten junge Menschen informiert werden und wie sollen Informationen, Mitmachen und Mitbestimmen eine Selbstverständlichkeit werden?

Wesentliche Ergebnisse auf einen Blick

Mehrheitlich benannten die Teilnehmer/innen des Workhops als Voraussetzung für eine verbindliche Beteiligung an Planungen und Vorhaben, dass

·         sie sich für das jeweilige Anliegen begeistern können,

·         während des Prozesses ein begleitender und informativer Austausch stattfindet,

·         die Beteiligten inhaltlich und möglicherweise auch organisatorisch unterstützt werden

·          und die Beteiligung bis zur Umsetzung gilt.

Welche Rolle sie selbst im Beteiligungsprozess übernehmen würden: Denker, Kreativer, Organisator (S. 8) war natürlich eine individuelle Entscheidung, führte aber zu einem Nachdenken über das eigene Handeln.

Das attraktive – jugendbeteiligte – Bergedorf 2044 soll sich auszeichnen durch Nachhaltigkeit und Zukunftsperspektiven.

Zustimmung fand die Idee für die Jugendbeteiligung als „Marke“ und zur Wiedererkennung der Projekte ein Logo und einen Slogan zu entwickeln. Hier hätte man wegen der Kreativität allerdings mehr Zeit gebraucht. Logo und Slogan sollten um erfolgreich zu wirken, die Menschen direkt ansprechen sowie modern und einprägsam sein.

Auf dem Workshop wurden ein Slogan: Bergedorf – der Bezirk der jugendlichen Veränderung vorgeschlagen und ein Logo kreiert: Bild: Hand in Hand: Jugend Bergedorf.

Für die Kommunikation im Rahmen von Jugendbeteiligungen wurde viel Wert darauf gelegt, dass die Informationen regelmäßig erfolgen und neu sind. Die Verbindlichkeit und der persönliche Austausch hatten einen höheren Stellenwert als die kurzweiligen Möglichkeiten z.B. über Facebook. Gleichwohl sollte die Vielfältigkeit der Kommunikationsmedien (Plakate, Flyer, Zeitung, soziale Netzwerke, Homepage…) genutzt werden, auch abhängig von Zielgruppen und Themen.

Grundsätzlich sollte Jugendbeteiligung keine Pflichtveranstaltung sein sondern sich auszeichnen durch Freiwilligkeit und gemeinsamem Engagement für eine Sache.

Dabei sollten

·         die jungen Menschen ernst genommen werden,

·         die Erwachsenen sollten eine interessierte und begleitende Rolle spielen und

·         der Kontakt mit politischen Entscheidungsträgern sollte je nach Anliegen sichergestellt sein.

Insgesamt wurde der Jugendworkshop positiv bewertet und weitere Veranstaltungen dieser Art wurden gewünscht.

Ergebnisbericht im Download